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little talks - #354

Rebekka Ruétz

Rebekka Ruétz wuchs in Fiss auf. Zwischen Bergen, langen Skitagen und dem Sportgeschäft ihrer Eltern. Schon als Kind gab es nur einen Wunsch: gestalten, Kleidung erschaffen, etwas Neues in die Welt bringen.

Sie lernte an der Ferrarischule in Innsbruck und schloss die AMD in München als »Best Graduate« ab. Dann ging sie hinaus. In Indien bekam sie einen ungeschönten Blick auf die Modeindustrie. Der Schock, unter welchen Bedingungen produziert wird, hat sich tief eingebrannt. Seither ist Nachhaltigkeit für sie eine Haltung. In London, bei Peter Pilotto, fiel über Nacht eine Entscheidung, die sie eigentlich nie treffen wollte: sich selbstständig zu machen.

2009 gründete sie ihr eigenes Label. Der Anfang war alles andere als leicht. Sie versuchte zunächst, mit klaren Strukturen, Beratung und Marktlogik ihren Platz zu finden und merkte mit der Zeit, dass dieser Weg für sie nicht funktionierte. Stück für Stück löste sie sich von äußeren Vorgaben und lernte, stärker ihrer eigenen Intuition zu vertrauen. Am Ende blieb das, worauf sie wirklich bauen konnte: ihre eigene Handschrift.

Heute zeigt sie zweimal im Jahr in Berlin. Sie produziert bewusst langsam, fair und nachhaltig. Und sie beginnt, sich selbst neu zu denken. Der Begriff »Künstlerin« fühlt sich für sie inzwischen stimmiger an.

Im Podcast-Interview spricht Rebekka Ruétz mit Podcast-Host Robert Pacher über Lebendigkeit als Lebenseinstellung, über den Mut zum eigenen Weg, über das langsame Loslösen von äußeren Vorstellungen, über das Vertrauen in die eigene Handschrift, über ihre ganz eigene Definition von Erfolg, über den Tod als Kompass fürs Leben und über vieles mehr.

Rebekka Ruétz

Modedesignerin

© Foto: Domenic Hartmann

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